Sensebezirk
Sensebezirk
Der Sensebezirk (frz. District de la Singine) ist einer der sieben Bezirke
im Kanton Freiburg in der Schweiz und der einzige rein deutschsprachige
dieser Bezirke.
Geografie
Benannt ist er nach dem Fluss Sense, der den Grossteil seiner östlichen
Grenze zum Kanton Bern bildet. Auch die Ärgera durchfliesst das Senseland,
ihre Quelle befindet sich wie auch die der Sense im Senseoberland. Dieses
befindet sich im südlichen Teil des Bezirks und gehört zu den Freiburger
Voralpen. Norden und Westen dagegen sind dicht besiedelt und gehören zu
den Agglomerationen Bern oder Freiburg.
Geschichte
Zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert begannen die Alemannen mit der
Besiedlung der Region und waren Träger der Germanisierung und des
Landausbaus durch Rodung im Südosten des heutigen Kantons. Stellenweise
überschritten sie die Saane.
Die Region Sense wurde 1076 erstmals als Sensuna erwähnt und ist seit der
Neuaufteilung der ehemaligen 4 Stadtpanner ein eigener Bezirk. Der
Sensebezirk gehörte bis zum Ancienne Régime grösstenteils zum Aupanner und
damit zum Hoheitsgebiet der Republik Freiburg (Respublicas Friburgensis).
Der Sensebezirk hat auch einen eigenen Dialekt, der als Senslerdeutsch
bezeichnet wird.
Der Oberamtmann des Sensebezirks (Regierungsstatthalter) heisst Nicolas
Bürgisser. Der Oberamtmann wird alle fünf Jahre vom Volk gewählt. Er ist
verantwortlich für die öffentliche Ordnung und hat dazu die Instrumente
"Feuerwehr" und "Polizei" zur Verfügung. Er wacht zudem über das gute
Funktionieren der Gemeinden (Rekursinstanz für Entscheid der Gemeinde) und
ist administratives Organ für die Jagd, Fischerei und die Verwaltung der
Hunde. Der Oberamtmann stellt zudem Strafbefehle aus (Bereiche
Verkehrsdelikte und Baupolizei).
Gemeinden
Zum Sensebezirk gehören 19 Gemeinden. In der Vergangenheit haben Neuhaus
mit Plasselb und Eicholz mit Giffers fusioniert.